Forschungsberichte: Heft 11

Die 11. Ausgabe der Forschungsberichte des WIG2 Instituts stellt unser Bundesland Sachsen in den Fokus: Aufbauend auf das Innovationsfondsprojekt RemugVplan betrachtet Josephine Thiesen in ihrer Masterarbeit die Erreichbarkeit der hausärztlichen Versorgung geriatrischer Patient:innen in dem Bundesland. RemugVplan wurde zum Jahresbeginn zwar abgeschlossen – die Relevanz des Themas und auch die im Projekt entwickelte Datenbasis bieten jedoch noch viel Potenzial für weitere Forschung. Bereits im vorangegangenen Forschungsbericht wurde die durchgeführte Angehörigenbefragung in ihrer Methodik und Ergebnissen vorgestellt. Josephine Thiesen ging noch einen Schritt weiter und nutzte statistische Methoden, um die Distanzakzeptanz aus Sicht der Patient:innen zu erforschen.


Erreichbarkeit der hausärztlichen Versorgung geriatrischer Patient:innen in Sachsen: Distanzakzeptanz aus Patient:innensicht

Masterarbeit zur Erlangung des akademischen Grades Master of Science Public Health

Autor:in: Josephine Thiesen

Abstract: Angesichts des demografischen Wandels und der Zunahme an geriatrischen Patient:innen ist künftig mit einer erheblichen Veränderung des Versorgungsbedarfs zu rechnen. Wenngleich Hausärzt:innen in der Versorgung geriatrischer Patient:innen eine wichtige Rolle spielen, existieren regionale Unterschiede in der Erreichbarkeit der hausärztlichen Versorgung. Anhand einer systematischen Literaturrecherche untersucht die Masterarbeit den Zusammenhang zwischen der Erreichbarkeit der hausärztlichen Versorgung geriatrischer Patient:innen und deren Gesundheit bzw. Inanspruchnahme von Gesundheitsleistungen. Außerdem wird die Distanzakzeptanz der hausärztlichen Versorgung geriatrischer Patient:innen in Sachsen in Abhängigkeit verschiedener Einflussfaktoren mittels deskriptiver Statistik und einer binär logistischen Regression exploriert; die Datengrundlage hierfür bildet eine innerhalb des Versorgungsforschungsprojekts „RemugVplan“ durchgeführte Angehörigenbefragung. Bestehende Forschungsliteratur kommt zwar zu inkonsistenten und in ihrer Vergleichbarkeit stark eingeschränkten Ergebnissen, die Angehörigenbefragung zeigt jedoch einen signifikanten Einfluss der Entfernung der hausärztlichen Versorgung auf die Distanzakzeptanz der Patient:innen.

Keywords: Versorgungsforschung; Geriatrische Patienten; Distanzakzeptanz; Hausärztliche Versorgung; Regionale Versorgung; Gesundheitsoutcomes; Gesundheitsleistungen

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Leiterin wissenschaftliche Entwicklung

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